Als wir uns zu unserer ersten Probe trafen, hatten wir noch keine Ahnung wo das alles hinführen sollte. Wir waren angepisst von dem ganzen Scheiß um uns herum und das wollten wir der Welt oder zumindest unserer verdammten Stadt, Dresden-Fucking-Rock-City, zeigen.
Dafür bedurfte es eines Monsters, welches es zu erschaffen galt...
Beissert (voc.) und ich (drums) waren übrig von der Band Trojan, die kaputt ging, weil zu grosse Egos in einem verschissenen Business aneinander geraten sind. Nachdem wir uns über mehrere Wochen abgeschossen hatten, beschlossen wir noch mal von vorn anzufangen. Für das was wir wollten, brauchten wir passende Leute. Den ersten Mitstreiter fanden wir in einer Kneipe, der Groove Station, wo Beissert zu diesem Zeitpunkt der Bartender war. Connie (Stringster), ein verdammt guter Basser, der schon eine ziemliche Liste von Bands und Projekten hinter sich hatte. Die Suche des Gitarristen sollte sich schon als schwerer herausstellen. Uns fiel niemand brauchbares ein, entweder zu beschäftigt oder ein Arschloch oder so ein Frickeltyp. Irgendwann auf einem Festival traf ich Jack, der unter die erste Kategorie fiel und außerdem vorrangig Grindcore zockte. Da ich sowieso total zugedröhnt war, fragte ich ihn trotzdem. Ich laberte was von Hellacopters, Entombed, Crowbar, Down und er meinte recht interessiert er würde mal vorbeikommen. Wir machten gleich was für den nächsten Donnerstag aus (Donnerstag war übrigens schon immer Probe und zumindest ich kenne keine Band, die nicht Donnerstags probt...egal...).
Phase I
10. Mai 2001
Ein großartiger Tag. Wir wollten uns um acht treffen. Wir hatten an alles gedacht, Bier, Dope, Kabel. Wer nicht kam war der Herr Sabbath. Anfängliche optimistische „der kommt schon noch“-Aufbauversuche wichen nach einer halben Stunde „der hat’s vielleicht bloß verpeilt“ und nach 60 Minuten einer Desillusion. Wir waren echt auf brass. Heute weiss ich’s besser. Es war ganz einfach wie es schon immer war. Jacks Karre war im Arsch. Aber schlussendlich ist er natürlich doch noch gekommen, mit einer Stunde Verspätung. Wir also in den Proberaum gefahren. Alle hatten wieder verdammt gute Laune und wir haben uns prächtig verstanden. Nach einer weiteren Stunde abchecken etc. stöpselten wir ein.
Und der erste Akkord – KAWUMM!!! - machte offensichtlich: !YEAH! Wir sind ‚’ne neue Band!“. Wir konnten das Grinsen nicht mehr ablegen und schrieben den ersten Song.
Ein paar Wochen später rief Willi vom Heavy Duty an und wollte, dass wir unsere erste Show ebenda zockten. Wir hatten inzwischen ein paar Songs fertig, also sagten wir für den 21.7. zu. Die Bude war voll, genau wie wir. Am Anfang schien so richtig niemand was mit unserem Krach anfangen zu können, aber das sollte sich schnell geben und am Ende konnten wir unseren ersten Siegeszug verbuchen. Was lag danach näher als unser erstes Demo einzurotzen? Richtig! Nichts! Also enterten wir im August die Robotronic Studios hier in DD-Fucking-Rock-City und nahmen unter der Regie von Pezi „deflowered world“ innerhalb von drei Tagen auf.
Die Reaktionen darauf waren sehr wohlwollend zumal zu dieser Zeit gerade Doom und Stoner-Rock eine Renaissance erlebten, die Sparten in die man uns einordnete obwohl wir es damals schon als Hellrock bezeichneten. Durch die guten Reviews und dem Internet kamen wir schnell in Kontakt mit anderen Bands, es begann sich ein Netzwerk zu entwickeln in dem wir ein Teil waren (und immer noch sind).
Phase II
Im März 2002 hatte Beissert plötzlich, warum auch immer, die Idee den Cleaner von den Egyptian Gaylovers singen zu lassen. Er selbst wechselte an den Bass. Von nun an hatten wir also zwei Basser. Noch! Denn Jack und Stringster konnten sich irgendwie auf einmal nicht mehr ab und es wurde von Probe zu Probe schlimmer! Vielleicht lags an der Drogenflaute, keine Ahnung, jedenfalls räumte Stringster noch vor´m Smoke Blow Gig das Feld.
Der erste Gig in dieser neuen Besetzung sollte beim Noisepoint III Festival sein, nur leider war der Cleaner da gerade mit Robert and the Roboters in Tschechien unterwegs. Also musste Herr Sabbath singen, äh schreien. Er wollte nie (was für eine Parallele zu Metallica), hatte aber nun mal keine andere Wahl
Mit´m Cleaner hatten wir dann aber doch noch zwei coole Muggen: Smoke Blow und Warhorse, Electric Wizard (jetzt wissen wir warum die immer die Kippenasche brauchen...). Der Wizard-Drummer zerlegte zwar förmlich mein Drumkit, aber das war´s mir wert. Schade, dass er meine Schwester nicht ´rumgekriegt hat, vielleicht wären wir jetzt verwandt.
Aber es war trotzdem die ganze Zeit wackelig, Beissert wollte nach Berlin um dort bei einer stadtbekannten Band einzusteigen, Cleaner wollte lieber ganz zu den Gaylovers. Außerdem sorgten sinnlose Missverständnisse dafür, dass er angepisst war (ist heute aber alles geklärt).
Da standen wir da, Jack und ich, und Smegma hatte uns ´ne Tour organisiert. Holy Shit! Wie sollen wir das nur wieder innerhalb von zwei Monaten geradebiegen?
Phase III
Diese Situation ist wirklich beschissen, vor allem, wenn man eine gebuchte Tour vor sich hat. Smegma von Noisepoint hat sich die Finger wund getippt und für uns zusammen mit den Finnen von God Forsaken eine Rundreise durch Deutschland organisiert.
Der Hunter! Wir kannten ihn schon lange, vor allem ich, schließlich hat er bei Trojan die Basssaiten malträtiert. Der Hunter muß her, ob er will oder nicht, ist ja sowieso immer als Roadie mitgewesen. Nur wollte er nicht den Bass sondern das Mike. Eggi, der Basser von CHC, Jacks damaliger anderen Band, bot sich für die Axt an. Wir schlugen ein!
Just in diesem Moment wollte Beissert zurück, doch es war zu spät. Jack, Beissert und ich diskutierten eine ganze Nacht, es führte kein Weg mehr hinein. Die Weichen waren schon gestellt.
Eggi und der Hunter schafften sich das Zeug ziemlich schnell drauf. Im September ging es auf Tour mit God Forsaken. Sie lösten sich danach auf, warum auch immer - Finnen!. Ich glaub sie haben einfach nicht miteinander kommuniziert...
Wir wussten schon vorher, dass das mit dem Hunter nur ein kurzes Intermezzo wird, weil er nach Schottland wollte. So war´s auch. Der Sängersuche leid, übernahm ganz einfach Jack höchstselbst den vakanten Posten des Shouters. Widerwillig! Aber nach gutem Zureden hat er´s einfach getan.
Ein neues Demo musste her! Nicht nur, dass das Alte eben alt war, sondern die ganze Band hatte sich gewandelt und somit auch der Sound (ein wenig). Also machten wir im Februar 2003 „...demonstrating heaviness“. Es macht einen reiferen Eindruck als das Erste. Wir haben immerhin einen Tag länger gebraucht. Hier verewigten wir zum ersten mal unsere Livestandards Born to Lose, Codeine Commander und My Way. Die ersten beiden sind jeweils in einer Probe innerhalb von vielleicht zehn Minuten entstanden, nachts um drei oder so. Der Hunter gab noch mal seinen Abschied in Form von Guestvocals auf Hatebreed.
Phase IV
Zwei Monate später kam uns die Idee, uns einen zweiten Gitarristen zuzulegen. Wir streiften also durch die Clubs, fanden aber keinen Vernünftigen. Die Lösung lag mal wieder näher als gedacht. Herr Sabbath wusste von einem der nebenan im Proberaum seiner anderen Band, dem Vorgänger von Senorita Spitfire, in einer Combo namens Sethqen zockte. Er spielte simple, coole, fette Riffs. Perfekt! Auf dem Darkforce-Festival im April 2003 spielte Phil das erste mal Born to lose mit uns. Und er rastete förmlich aus.
Es ging weiter bergauf. Zwar immer in kleinen Schritten, dafür aber stetig. Als Beissert und Cleaner raus waren, gab es zwar mal kurz das Gerücht Monsoon seien tot, aber eine Rundmail und paar Muggen zerstreuten es innerhalb kürzester Zeit in alle vier Winde.
Das Demo erledigte den Rest, wir bekamen fast nur gute Kritiken. Im Oktober organisierten wir dann die Kataströfia-Tour. Nomen est Omen. Eggi konnte aus, familiären Gründen nicht mit. Wie zuvor, löste das Schicksal das Problem. Jack nächtigte bei ´nem Babe. Irgendwann nachts saßen sie in der Küche, ihr Mitbewohner war Klampfer. Sie hörten Vitus. Jack erzählte von dem kleinen Dilemma. In drei Tagen sollte es losgehen. Chris, so der Name des Mitbewohners, drückte sich das Zeug innerhalb dieser drei Tage drauf. Got it! Ursprünglich sollte er nur die Tour mitfahren, aber schon am ersten Abend, on stage, dachte ich mir: „Verdammt, glaub ´s sieht schlecht aus für Dich, Eggie!“
Chris dachte zu der Zeit, dass es bei uns schon richtig profimäßig läuft. So von wegen mit Hotel und jeden Tag warmes Essen. Den ersten Tag konnten wir ihm diese Illusion noch geben, danach nicht mehr. Wir reisten mit unseren Schrottmöhren durch die Republik, spielten in stellenweise ziemlich abgefuckten Venues und waren froh wenn es mal ein richtiges Bett gab. Und kalt war es, ständig und überall war es kalt. Aber wir wollten ja Scheiße fressen!
Nach der Tour zockten wir noch zwei Gigs mit Eggie. Er spürte es glaube ich schon, denn er hat’s ganz cool hingenommen. Den ersten Auftritt 2004 spielte Chris wieder mit und war ab da in der Band.
Es trudelten immer mehr Resonanzen auf unser „...demonstrating heavieness“-Demo ein und die waren beileibe nicht schlecht. Man könnte fast schon „überschwänglich“ sagen. Irgendwann in dieser Zeit lernten wir auch Stalin von Kickass-Promotion kennen. Wir wussten bereits, dass er uns auf dem Schirm hatte. Ende 2003 war er mit einer seiner Bands im Heavy Duty. Ich fragte ihn einfach, ob er nicht Lust hätte uns zu managen. Bis dahin hatten wir nur dubiose Angebote, was Promotion, Verlag oder Booking anging, erhalten. Stalin hat uns keine falschen Hoffnungen gemacht, so von wegen: "Ich bring Euch groß raus!", das machte ihn uns sympathisch. Das Resultat waren Muggen, Muggen, Muggen. Wir spielten in jedem Kacknest, das uns haben wollte. Kein Weg war zu weit und keine Barrieren nicht überwindbar. Wenn wir mal wieder keine Karre hatten, was ziemlich oft vorkommt, kam Stalin extra aus Eisenach angedüst und hat uns mit seinem geilen Bus abgeholt.
Ich hatte einmal Chris versprochen, dass wir irgendwann mit Wino zusammenspielen werden. Frank Nice vom Eastclub holte uns für eine Hidden Hand Show als Support. Wino baute Jacks Backline höchstselbst auf. Nach unserem Gig kam er aplaudierend zu Jack und gratulierte ihm zu unserem Auftritt. Quasi waren wir jetzt in den Adelsstand erhoben worden. Danach hab ich mit ihm im Backstage Fussball geguckt...
Ebenfalls absolut großartig war das Stoned from the Underground-Festival in diesem Jahr. Wir spielten irgendwann nachts im Club, nebenan war Schaumparty. Überall Schaum, Schaum und wir zockten dort alles kurz und klein. Die Massen feierten uns nach allen Regeln der Kunst ab. Den ganzen Tag über war die Atmosphäre schon so wie sie wahrscheinlich ansonsten nur in den 70ern auf Festivals war. Aber der Abend war die Krönung auch unseres bisherigen Schaffens. Tags darauf mussten wir leider schon abhauen, da wir zum ersten mal eine Show in Tschechien hatten. Ebenfalls ein Festival, aber ich glaube die Tschechen waren zum damaligen Zeitpunkt noch nicht bereit für uns.
Ende August hatten wir einen Slot auf dem Up from the Ground Festival.
Gorilla Monsoon auf 'nem Death Metal Festival. Halleluja! Wir hatten die Ehre am Samstag morgen, gegen 11.30 Uhr, die Meute zu wecken. Und siehe da, es schien zu funktionieren. Hinterher latschten Jack und ich über den Zeltplatz und alle grölten uns wohlwollend zu! Ein Gitarrist von Illdisposed kam just nach dem Gig zu uns und meinte in gebrochenem Deutsch: Ich werde ein paar Riffs von Euch stehlen…“.
Das restlich Jahr war geprägt von Konzis, Petra aus dem Disbelief-Umfeld holte uns nach Hessen zum Weinfest. Danach sagte Jagger zu mir: „Irgendwann werdet ihr einen Plattenvertrag bekommen und ihr werdet Platten veröffentlichen und ihr werdet eine gute Band sein!“. Nuja ma sehn…
Phase V
Anfang 2005 bekam ich eine Mail von Frank Nice aus dem East Club.
Darin stand sinngemäß, dass die Leute vom Wacken Open Air einen Metalcontest ausrufen, der über mehrere Runden ging. Die erste Runde sah so aus, dass jedes Bundesland einen Gewinner in die zweite Runde schickt, der East Club stellte die Location für Sachsen. Der Gewinner wurde durch eine Jury, die sich aus Leuten aus Business und Szene zusammensetzt ermittelt. Um jedoch für sein Bundesland nominiert zu werden musste vorher ein Demo nach Wacken geschickt werden. Alles was wir dachten war: „Cool, da können wir mal wieder im East Club spielen.“. Vorrausgesetzt ihnen gefiel unser Demo.
Das tat es. Am 11. März sollten wir also gegen Braindead, M.O.M. Hunters, Odysseus & The Argonauts, Persecution und Testimony „kämpfen“. Nun ja, von „Kampfesstimmung“ indem Sinne kann eigentlich keine Rede sein, den wie der gemeine Sachse so ist, macht er’s sich erstmal gemütlich. Fast alle Bands saßen an einem riesen Tisch und der Dübel machte die Runde, auch teilte man sich die ein oder andere Line.
Jede Band hatte 20 Minuten Spielzeit. Kurz bevor wir dran waren, dachten wir dann doch: „Ach komm, lass uns wenigstens Sachsen gewinnen! Was soll’s…“. Wir bestiegen die Bretter, gestählt durch die ganzen Auftritte der letzten Jahre, hungrig und aggresiv. Der Club war voll mit Headbangern. Wir legten los und entfachten einen Orkan, der den anderen Bands keine Chance ließ. Wir komprimierten in diese zwanzig Minuten alles was Gorilla Monsoon ausmacht (von daher gesehen eigentlich die perfekte Auftrittszeit). Kaputtmachen, einfach alles kaputt machen. Veni, vidi, vici wie der Cleaner so schön sagte.
Im April bekamen wir die unerwartete Ehre auf dem Doom Shall Rise zu spielen und räumten da ebenfalls als Opener ab. Pünktlich zu diesem Event veröffentlichte Gunnar über sein eigenes Label Grimmgrinner Records unsere Split mit Weed In The Head, auf der „a lesson in darkness“ von uns drauf ist, der übrigens nur auf dieser Scheibe erhältlich ist.
Im Mai hieß es also Halbfinale in Wacken. Wir fuhren ohne Erwartungen hin, die meisten konnten sowieso besser als wir spielen oder machten einen angesagteren Sound oder beides, aber das war uns alles scheißegal. Wir wollten nur spielen. Das Halbfinale fand Freitag und Sonnabend statt. Wir spielten am Freitag vor vielleicht 20 Man. Tags darauf hatten wir einen Gig irgendwo bei Berlin mit Coogans Bluff. Nach der Mugge rief Enno, der Chefinitiator des Metal Battle wie der Contest hieß, an und meinte: „Ihr seid in der Endrunde!“. Das musste gefeiert werden! Der Backstage war hinterher etwas umgeräumt…(wo Coogans Bluff aber nicht ganz unschuldig daran waren).
Bis zum Wacken zockten wir ein paar kleinere Festivals und schließlich war es soweit.
Wir sollten auf dem Festival spielen wo ich 1997 noch sagte: „Auf der Bühne will ich mal stehen!“. Wir feierten natürlich was das Zeug hält und stiegen nach einer durchzechten Nacht am 5. August auf die Bühne im Zelt. Irgendwann 16.00 Uhr voll wie tausend Russen (außer Chris). Danach war’s das für uns. Jack zerlegte seine Gitarre und wir hatten mit dem Thema Metal Battle abgeschlossen.
Tags darauf sollte der Sieger des ganzen von der Hauptbühne verkündet werden. Der Sieger, dem ein Plattenvertrag vergönnt war. Die Entscheidung sollte zwischen Sinners Bleed, eine verdammt geile Death Metal Combo, Hatedrive, eine amtliche Thrash Combo mit neumodischen Einflüssen und uns fallen.
„Und die Gewinner sind… GORILLA MONSOON!“. Als erstes schrie ich Jack an: „Scheiße, was sollen wir denn jetzt machen?“. Wir wollten den Deal nicht.
Phase VI
Schon früher in diesem Jahr, spielten wir mit dem Gedanken ein neues Demo aufzunehemen. Willi, einer der Chefs aus dem Heavy Duty, unserer Stammkneipe, verbot uns das und wollte uns Kohle pumpen, damit wir gleich ein ganzes Album aufnehmen können. Im Juni gingen wir in das Goat Cunt Laboratory um „Damage King“ in Angriff zu nehmen. Die Aufnahmen erstreckten sich bis Oktober, da wir nicht konstant, durch die ganze Muggerei und so, im Studio waren. Das heißt in der Zwischenzeit gewannen wir das Ding, so dass wir dem Label anboten, wenn sie die Platte rausbringen, so wie sie ist, unterschreiben wir. Es gab ein langes hin und her. Schließlich ließen wir es bei Schrödey in Hamburg mastern, was noch Folgen haben sollte.
Am Ende setzten wir unsere drei Kreuze unter den Vertrag (mit unserem eigenen Blut-kein Scheiß!), nachdem wir uns wirklich jeden Passus ins normal-deutsch übersetzen lassen haben. Man kennt ja die ganzen Geschichten gelle!? Wenn es um die Band geht sind wir wirklich verdamnmt dickköpfig. Und das hat sich schon oft bezahlt gemacht.
Jedenfalls fanden wir mit der Zeit heraus, dass man mit den Leuten ganz normal reden kann und sie eben nicht nur die Dollar-Zeichen in den Augen haben und uns auswringen wollen, sondern uns gesignt haben weil sie uns gut finden.
Wir waren jetzt also eine Band mit Vertrag. Am 16.März 2006 erschien „Damage King“. Vorher brachten wir noch die EP „four to conquer“ raus, damit wir auf den Metal Battle Shows 2006, die wir als Vorjahresgewinner headlinen sollten, einen Appetizer zum Debüt-Album hatten. Aber eigentlich gibt’s das Ding nur, weil wir wieder mal zu lahmarschig waren um die CD rechtzeitig fertig zu kriegen.
Bei einer dieser Shows lernten wir Angry Ann kennen, die uns später oft aus der Scheiße hilft. Auch sie holt uns nicht selten aus Dresden ab und kommt dafür immer aus Celle angedüst. Stalin und Anne ergänzen sich prächtig. Sie sind sowas wie unser zweites Gehirn. Wenn wir irgendwas verpeilen, weiß einer von den beiden jedoch immer bescheid. Und einer von den beiden ist auch meistens mit. Am besten ist es immer wenn alle zusammen sind, das hat irgendwie sowas familiäres...
2006 bis 2008 war geprägt mit Muggen. Wir wurden mit Metal Church und Victory auf Tour geschickt, wo wir das erste Mal nach Holland und Belgien kamen. Außerdem ging’s nach Frankreich, England, Irland die Schweiz und Österreich. Österreich hatten wir Alex von Pungent Stench zu verdanken, die wir bei einem Gig in Altenburg kennenlernten. Überhaupt lernten wir in dieser Zeit sehr viele coole Leute kennen, die uns supporteten und mit denen wir ordentlich feierten. Überall scheint es kleine Oasen des guten Geschmacks zu geben mit Leuten die selbstständig was aufziehen und eine Szene aufbauen. Ob nun im Vogtland, in Irland, Celle, die Leute vom Gods Of Noise, Heavy Meddel nix im Schäddel, Smegma... die Liste ließe sich beliebig verlängern.
Phase VII
Irgendwann war es natürlich an der Zeit einen Nachfolger für "Damage King" einzuzimmern. Und hier kommt Schrödey wieder ins Spiel, denn sein Studio sollte dasjenige welche sein. Ende März 2008 gings los. Kurzfristig hatten wir aber noch eine Tour mit Trouble und Sahg für April angeboten bekommen. Also mussten wir die Aufnahmen nach zwei Wochen unterbrechen, auf Tour gehen und dann nochmal drei Wochen ins Studio, die der Herr Sabbath aber allein verbrachte, da wir anderen mit unserem Scheiß schon fertig waren.
Am 17. November 2008 erblickte "Extermination Hammer" die Welt.